Fast in jedem Jachthafen der Welt befindet sich auch ein Segelshop. Je nach der Größe und Portfolio des Geschäftes findet man hier nicht nur sämtliches notwendige Schiffszubehör. Auch Kleidung oder trendige Deko-Artikel werden häufig angeboten. Hier kann der Bootseigner schnell mal ein neues Positionslicht erwerben oder auch defekte Schwimmwesten austauschen. Oftmals lassen sich in einem Segelshop auch Gasflaschen für die Kombüse aufladen. In vielen Häfen fungieren sie als eine Art Tante-Emma-Laden für Segler aus aller Welt und bilden auch das kommunikative Herzstück – besonders an kleinen Ankerplätzen. Nicht selten finden sich hier neue Törngemeinschaften oder man tauscht Erfahrungen über landestypische Winde und Passagen aus. Wer nichts zu erzählen hat, spinnt einfach Seemannsgarn.
In den größeren und luxuriöseren Häfen für die weißen Flotten der Weltmeere sind auch die Segelshops angepasst. Maritime Mode und Möbelstücke von angesagten Designern bestimmen hier das Bild und kosten häufig mehr als der Preis für eine kleine Jolle. Dementsprechend anspruchsvoll und zahlungskräftig ist daher natürlich auch die Klientel der potenziellen Käufer. Gleichzeitig befindet sich der Segelshop oft im direkten Hafengebiet, sodass die Ware meist zollfrei angeboten werden kann. Erst beim Verlassen des Hafens müssen die Einkäufe verzollt werden. Ebenfalls dürfen nur Schiffseigner – in diesem Fall Mitglieder des betreffenden Jachtklubs – und ihre Besucher diesen Teil des Hafens betreten, denn in der Regel befindet sich das Gelände in Privatbesitz. Ein Vorteil für Prominenz und Geldadel, der so die Chance hat, unter sich zu bleiben. Daher gibt es an zahlreichen Jachthäfen – etwa in bevorzugten Teilen der Karibik oder auch auf Sylt – jede Menge Zaungäste, die sich einen Blick auf Stars und Sternchen erhoffen.
In den kleineren Häfen geht es da – wie schon erwähnt – familiärer zu. Neben der kommunikativen Funktion, die sie innehaben, können hier häufig auch die Vorräte aufgefüllt und Proviant nachgeladen werden. Selbst kleinere Reparaturen werden dort durchgeführt oder an Fachkräfte vor Ort weitervermittelt.
© Carina Hansen – Fotolia.com
